WHAT IS THE DIFFERENCE BETWEEN BEING NICE AND BEING KIND?

FROM THE PERSPECTIVE OF A RECOVERING PEOPLE-PLEASER

People pleasing has been a learnt and deeply conditioned default mode, for many of us. I describe myself as a recovering people-pleaser, understanding today that people-pleasing is rooted in fears.

Recently I joined a book club where we read: “Women who run with the wolves”. In the book I came across the sentence: “This early training to be nice causes women to override their intuitions.” This sentence stuck with me (and many more in the book). I fully agree. And, I could list many if not hundreds of examples where I did that. It hurts when you realize how much and how often you neglected yourself, your intuitive voice and lived undercover and in self-denial. At the same time it made me happy to realize that I have chosen to move out of this pattern and that I have been continuously rising my level of awareness. It’s a choice, every day a new one. Back then, I did not know. I always sensed though that I do know. 

It takes a lot of energy to please because you put everyone else first and yourself somewhere in-between or last. Overruling the intuitive voice has a high price. And, it has many faces: From overworking – exhaustion – silently suffering (but of course hiding that part) – pretending to be strong although you feel the silent whispering voice inside and the pain overruling it – saying yes, instead of no, feeling stress in the body and causing pain for the soul 💔.

I like the Buddhist saying: “If you cannot be kind, be still.”

The people pleasing mind might misunderstand that one initially, especially when translated into German word by word.

Kindness is not to be mixed-up with niceness.

Kindness is true and from the heart and non-judgmental.

“If you cannot be kind – be still”.

Be still refers to stillness, not quietness.

Be still means: not to spread our pain around but sit with it in stillness. 

Being nice is based on fears. The “niceness fear” has so many faces and there might be connected emotions like guilt or shame, these are the ones I felt. Fear from not being liked, fear from abandonment and not belonging, fear from being judged for who I am deep inside. Fear from losing my “tribe”. It is a deep fear, covered up by the programming of being nice. Today, I understand and I can deeply feel the difference. 

As a people pleaser we do not even support the people we are pleasing – everyone stays stuck in their pattern. Paradoxically, we both cannot grow. However, it is our own responsibility to grow and outgrow our patterns, everyone may choose for themselves. And we can inspire by doing so and grow together.

I commit to choose kindness and stillness over „niceness“ – day by day. When I catch myself pleasing, I commit to accept that I have noticed and move into kindness and stillness again and again. Forgiveness instead of judgment. Life means movement into the truest version of ourselves and not reaching a fixed goal. And that’s the beauty of the process.

Let’s be kind and start with ourselves first.

Was ist der Unterschied zwischen nett sein und freundlich sein? Aus der Perspektive einer genesenden People-Pleaserin

Anderen Menschen gefallen zu wollen, ist für viele von uns ein erlerntes und tief konditioniertes Verhaltensmuster. Ich bezeichne mich selbst als eine genesende People-Pleaserin, die heute versteht, dass das Gefallenwollen mit tiefen Ängsten zusammenhängt.

Vor kurzem habe ich mich einem Buchclub angeschlossen, in dem wir die Wolfsfrau gelesen haben. In dem Buch begegnete mir der Satz: “Dieses frühe Training, nett zu sein, führt dazu, dass Frauen ihre Intuitionen ignorieren.” Dieser Satz blieb bei mir hängen (und viele andere aus dem Buch). Ich stimme voll und ganz zu. Und ich könnte viele, wenn nicht Hunderte von Beispielen aufzählen, wo ich genau das getan habe. Es schmerzt, wenn man erkennt, wie sehr und wie oft man sich selbst und seine intuitive Stimme vernachlässigt hat und im Verborgenen und der Selbstleugnung gelebt hat. Gleichzeitig freut es mich zu erkennen, dass ich mich entschieden habe, aus diesen Mustern auszusteigen und meine Wahrnehmung kontinuierlich schärfe. Es ist eine Wahl, jeden Tag eine neue. Damals wusste ich das noch nicht. Ich habe jedoch immer gespürt, dass ich es weiß.

Es kostet viel Energie, es anderen recht machen zu wollen, weil man alle anderen an die erste Stelle setzt und sich selbst irgendwo dazwischen oder zuletzt. Sich über die intuitive Stimme hinwegzusetzen, hat einen hohen Preis, der viele Gesichter hat: Überarbeitung – Erschöpfung – stilles Leiden – vorgeben, stark zu sein, obwohl man die leise flüsternde Stimme in sich spürt und den Schmerz, wenn man sie übergeht – Ja statt Nein sagen – Stress im Körper spüren und der Seele Schmerzen bereiten 💔.

Ich mag das buddhistische Sprichwort: “If you cannot be kind, be still.”
Der überangepasste people-pleaser Geist mag das zunächst missverstehen, vor allem, wenn man es Wort für Wort ins Deutsche übersetzt. Wenn du nicht freundlich sein kannst, sei still.

Freundlichkeit ist nicht zu verwechseln mit Nettigkeit.

Freundlichkeit meint gütig sein, wahrhaftig und von Herzen kommend und nicht wertend.

„Wenn du nicht freundlich sein kannst – sei still“.

Still sein bezieht sich auf Stille, nicht auf ruhig sein oder schweigen.

Still sein bedeutet: unseren Schmerz nicht zu verbreiten, sondern in der Stille mit ihm zu sitzen.

Nett sein beruht auf Ängsten. Die “Nettigkeitsangst” hat so viele Gesichter, die Emotionen wie Schuld oder Scham beinhalten kann, zumindest sind dies meine Erfahrungen. Angst davor, nicht gemocht zu werden, Angst davor, verlassen zu werden und nicht dazuzugehören, Angst davor, für das verurteilt zu werden, was ich tief im Inneren bin. Angst vor dem Verlust meiner „Gruppe“. Es ist eine tiefe Angst, die durch die Konditionierung, nett zu sein, überdeckt wird. Heute verstehe ich all das besser und kann den Unterschied tief spüren.

Als „People Pleaser“ unterstützen wir nicht einmal die Menschen, denen wir gefallen wollen – jeder bleibt in seinem Muster stecken. Paradoxerweise können wir beide nicht wachsen. Es liegt jedoch in unserer eigenen Verantwortung aus unseren Mustern herauszuwachsen, alle entscheiden es für sich selbst.

Ich entscheide mich dafür, Freundlichkeit, Güte und Stille der „Nettigkeit“ vorzuziehen – Tag für Tag. Wenn ich mich dabei ertappe, dass ich wieder nett war, verspreche ich mir es zu akzeptieren und freue mich, dass ich es wahrgenommen habe, um mich erneut der Freundlichkeit und Stille zuzuwenden. Vergebung statt Verurteilung. Leben bedeutet Bewegung und sich mit der wahrhaftigsten Version unserer selbst zu verbinden, statt ein fixes Ziel zu erreichen. Das ist das Besondere auf unserem Lebensweg.

Seien wir freundlich und gütig und beginnen wir zunächst mit uns selbst.



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